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Invisible People

Gemeinsam mit dem Rex-Filmtheater präsentiert TANZRAUSCHEN die Filmreihe „TANZRAUSCHEN im Kino“. Im April geht es mit einer Dokumentation zum Butoh weiter.

11. März 2026 // 20:15 Uhr

TANZRAUSCHEN im REX-Filmtheater / Kipdorf 29 / 42103 Wuppertal

Invisible People

Ein Film von Alisa Berger

FR/D 2024 / 71 min / Experimentelle Dokumentation
Filmabend mit Künstlergespräch zwischen Filmemacherin Alisa Berger und Thorsten Krämer

Invisible People ist ein experimenteller Dokumentarfilm über den japanischen Butoh-Tanz. Diese avantgardistische Form des Ausdruckstanzes entstand in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg und bewegt sich zwischen Aufbegehren, Ritual und Meditation.

Trailer / Invisible People
Trailer / Invisible People

Tickets können bei Wuppertaler Kinos vorbestellt werden.

Invisible People ist ein experimenteller Dokumentarfilm über den japanischen Butoh-Tanz. Diese avantgardistische Form des Ausdruckstanzes entstand in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg und bewegt sich zwischen Aufbegehren, Ritual und Meditation.

„Der Film richtet den Blick auf das Verborgene“, sagt Alisa Berger, die Filmemacherin. „Ich wollte eine tranceartige Erfahrung schaffen, die das Unsichtbare erfahrbar macht – das, was zwischen den Dingen existiert.“

Ausgehend vom Verlust ihres Vaters begibt sich die Regisseurin auf eine filmische Suche nach dem Unsichtbaren – nach Momenten, Menschen und Bewegungen, die sich zwischen Leben und Tod, Sichtbarkeit und Erinnerung abspielen. Mit Invisible People zeigt Alisa Berger ein vielschichtiges Porträt eines Tanzes, der sich mehr noch als die europäisch geprägten Formen des Contemporary Dance klaren Erklärungen entzieht. Und gleichzeitig ist er ein zutiefst persönlicher Film uüber Abschied, Transformation und das Weiterleben im Unsichtbaren. Der Film sucht nach dem Nicht-Selbstverständlichen des Lebens, das in Übergängen existiert, in der Magie der Begegnung mit unsichtbaren Momenten, wie Erinnerungen, Sehnsüchten oder inneren Vorstellungen.

Alisa Berger verwebt in Invisible People persönliche Erfahrungen mit poetischen und philosophischen Texten des Butoh-Begründers Tatsumi Hijikata. Darüber hinaus zeigt der Film eindrucksvolle Porträts von Butoh-Meisterinnen und Performerinnen – darunter Yoshito Ōno, Sohn des Butoh-Mitbegründers Kazuo Ōno. Indem der Film traditionelle Erklärungsmuster zurückweist, rückt er die TänzerInnen und ihre emotionalen Geschichten durch seine mosaikartige Struktur in den Vordergrund – statt, wie viele Butoh-Dokumentationen, historische oder technische Details zu referieren. Dennoch wird der Butoh-Tanz entmystifiziert. Es geht um das Randständige, das Unsichtbare, das Außenseiterische – ums Lebendigsein im Butoh.


Nach dem Film laden wir Sie zu einem moderierten Publikumsgespräch mit der Filmemacherin Alisa Berger, moderiert von Thorsten Krämer, und zum offenen Ausklang im Kino-Foyer ein.

AWARDS

  • Prix Studio Collector 2023
  • Prix Galerie Analix Forever 2023
  • Prädikat Besonders Wertvoll 2024
  • Nominierung für Beste Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik, Best Experimental Feature Film
  • Award at 6° Istanbul International Experimental Film Festival

Zur Filmemacherin

Alisa Berger, geboren 1987 in Makhachkala (Republik Dagestan), wuchs in Lviv (Ukraine) und später in Essen auf. Sie studierte Film und Bildende Kunst an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá sowie am renommierten Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains in Frankreich. Von 2018 bis 2022 lebte sie in Tokio, wo sie den Butoh-Tanz vor Ort erforschte und praktizierte.

Berger zählt zu den spannendsten jungen Stimmen des experimentellen Films in Deutschland. Sie wurde für den Max Ophüls Preis und den FIRST STEPS Award nominiert und erhielt 2023 den Studio Collector Prize von Isabelle & Jean-Conrad Lemaître im Jeu de Paume, Paris. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Eye Filmmuseum (Amsterdam), Jeu de Paume (Paris), Tokyo, Metropolitan Art Museum, Kunstpalast Düsseldorf, HMKV Dortmund, Kindl Berlin sowie auf Festivals wie der Berlinale, IDFA, CPH:DOX und Hot Docs zu sehen.

Film Still
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TANZRAUSCHEN Poster / Invisible People
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Weitere Folgetermine
6. bis 16. Mai 2026 / 25 Jahre Kreativität in Bewegung – Mouvement Perpétuel aus Kananda zu Gast
6. Mai 2026 / Opening im Rex-Filmtheater
9. Mai 2026 / Gespräch und Konzert zu „1001 lights“ mit den KünstlerInnen und dem Judith Genske Trio in der Galerie n46

Jeweils 20:15 Uhr im REX-Filmtheater

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